Notwährung als Ersatzzahlungsmittel

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Deutsches Reich,Sachsen, Zwickau/Sa.,Ury Kaufhaus, 2 Pfennig  stark gebraucht V, kleine Fehlstelle, Wenn gesetzliche Zahlungsmittel wertlos werden oder gar gänzlich fehlen, wird in der Regel Notgeld (also eine Notwährung) eingesetzt. Dieses wird durch Staaten, Regionen oder von Unternehmen als Tauschmittel eingesetzt.

Ursprung dieser Situationen waren in der Vergangenheit häufig Kriege und dessen Folgen, wie Hyperinflationen. Üblich sind Notmünzen und Notgeldscheine, welche von einer zentralen Stelle ausgegeben werden. Doch auch andere Materialien wie Aluminium und sogar Spielgeld wurde vereinzelt regional eingesetzt.

Notgeld gilt nicht als Kreditwährung, sondern nur als reines Tauchmittel für Waren, womit eine Entwertung dieses Notgelds nicht möglich ist.

Erster Weltkrieg

Hamburg Notgeld Hamburg, August 1923, 200000 Mark, Stadtwappen, siehe Scan 200.000 Mark 1923 J fast bankfisch Die größte Währungskrise in Deutschland lässt sich auf die Zeit des ersten Weltkrieges beziffern. Metalle wurden für die Rüstung benötigt, wodurch ein Mangel an Kleingeld entstand. Gemeinden und Städte ersetzten diesen Mangel durch die Ausgabe eigenen Notgelds. Während die ersten Notgeldscheine noch einen Wert von 10 bis 20 Mark hatten, reichten in der Periode ab 1921 die Nominalwerte von 1 Million Mark bis 500 Millionen Mark.

Deutsches Reich,Sachsen, Marienberg/Sachsen, Girokasse, 50 Mio. Mark 1923 gebraucht III

Deutsches Reich,Sachsen, Marienberg/Sachsen, Amtshauptmannschaft, 10 Mrd.Mark 1923 stark gebraucht IV

Zweiter Weltkrieg

Nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich die Notwährung. Es wurde eine Währung eingeführt, welche nicht druckbar war. Viel mehr entstand sie aus dem täglichen Tausch unter Menschen: Zigaretten. Die Zahlungseinheiten waren entweder eine Packung oder eine Stange Zigaretten. Auch heute bunkern sich einige Menschen Kistenweise Zigaretten in ihren Kellern, weil diese „Währung“ schon damals funktionierte.

Aktuelles Notgeld

Auch im 21. Jahrhundert wurden schon die ersten Ersatzwährungen eingeführt. Die argentinische Wirtschaftskrise brachte Patacones hervor. Mit dieser Währung wurden Angestellte, Dienstleister und Beamten entlohnt. Die Schuldverschreibungen sollten zu einem späteren Zeitpunkt in die reguläre Währung „Argentinische Pesos“ umtauschbar sein.

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