Brakteaten von der Spätantike bis ins Mittelalter

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Hildesheim-Bistum Konrad II. 1221-1246. Brakteat  Schöne Patina, Schrötlingsfehler, Randfehler, vorzüglich Aus einem dünnen Metallblech (lat. Bractea) wurden Brakteaken schon in der Spätantike als Zahlungsmittel gefertigt. Die dünnen Metallbleche werden einseitig geprägt. Meist Silber oder Billon wird dazu auf eine weiche Unterlage platziert, sodass der Prägestempel der Münze seine Prägung verleiht, die nur selten auch auf der Rückseite – wenn auch nicht deutlich –  nachvollziehbar ist.

Die ersten Brakteaten stammen aus der Spätantike, also aus dem 5. und 6. Jahrhundert. Nur wenige hundert Stücke wurden aus dieser Zeit vor allem aus nordeuropäischen Ländern gefunden. Sie waren versehen mit Gottesabbildungen im Tierstil.

Hochzeit im Mittelalter

Erst im Mittelalter findet die Prägemethode wieder Anklang im gesamten deutschsprachigen Raum. Erst hier entsteht auch die Bezeichnung Brakteat. Bis zu 45 mm Durchmesser ließen zahlreichen Platz für verschiedene Darstellungsformen.

Hildesheim Stadt 4 Pfennig 1717 vorzüglich Die Pfennigwährung, welche in Deutschland auch „Strubben“ genannt wurde, erhielt meist einen eigenen Platz in Brakteatenbüchen, in welchen man die „Dünnpfennige“ stapeln konnte.

Verschiedene Prägetechniken

Hildesheim, Bistum Ernst von Bayern 1573-1612 1/24 Taler 1606 Moritzberg Sehr schön Über die Jahrhunderte hinweg und in unterschiedlichen Regionen lassen sich immer wieder unterschiedliche Prägetechniken der Brakteaten entdecken. Mal waren die Münzen rund, mal viereckig und manchmal prägte man mehrere Münzen gleichzeitig übereinanderliegend, sodass die untersten Schichten eine deutlich schwächere Prägung erhielten als andere Münzen.

Bei MA-Shops.de finden Sie vor allem Brakteaten aus der Schweiz (Basel) und aus Hildesheim (13. Jahrhundert).